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Veranstaltungsarchiv

Geschichte der Adlerwerke

Datum: 1. August 2018

Uhrzeit: 19:00 bis 21:00 Uhr

Ort: Gallus-Theater, Kleyerstraße 15

Die Adlerwerke – 1886 zunächst als Fahrradmanufaktur gegründet – erlebten einen raschen Aufstieg vom mittelständischen Unternehmen bis zum größten Automobilhersteller Deutschlands bis zum Untergang ab 1987. Die Referenten Horst Koch-Panzner, Winfried Becker und Lothar Reininger laden ein zu einer Reise durch die wechselreiche Geschichte der alten Maschinenfirma. Horst Koch-Panzner Maximal 60 Teilnehmer*innen

Die Adlerwerke und ihre NS-Vergangenheit

Datum: 30. Juli 2018

Uhrzeit: 18:00 bis 19:30 Uhr

Im August 1944 wurde auf dem Gelände der Adlerwerke ein KZ mit dem Decknamen „Katzbach“ in Betrieb genommen. 1600 Zwangsarbeiter erlitten hier eine unbeschreibliche Hölle. Nur wenige von ihnen überlebten. Dieser Teil Frankfurter
Geschichte wurde in der Nachkriegszeit schnell verdrängt, die Spuren beseitigt, die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen, die Opfer nicht entschädigt. Die Führung spürt den wenigen noch vorhandenen Zeugnissen auf dem Industriegelände und im Stadtteil nach.

Herbert Bauch
Nur mit Anmeldung: max. 20 Teilnehmer*innen
Treffpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben

Mitgliederversammlung

Datum: 14. Juni 2018

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Bei der AWO Frankfurt in der Henschelstrasse 11, 60314 Frankfurt am Main.

Vortrag – Alexej Sopow – Von den Adlerwerken nach Hadamar

Datum: 7. Mai 2018

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Gallus Theater, Kleyerstraße 15

Vortrag von Andreas Dickerboom (Förderverein KZ-»Katzbach«/Adlerwerke) und Christoph Schneider

Anhand der Geschichte von Alexej Sopow wird der Zusammenhang zwischen dem Zwangsarbeitssystem in Industriebetrieben der Region und der NS-»Euthanasie« thematisiert. Hunderte von kranken polnischen und sowjetischen Zwangsarbeitern wurden – wie Sopow – 1944/45 in Hadamar ermordet. Nur bei wenigen ist bekannt, wo sie zuvor eingesetzt waren. In diesem Fall waren es die Adlerwerke im Frankfurter Stadtteil Gallus.

Veranstalter: Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V./ Arbeitskreis Zwangssterilisation und „Euthanasie“ Frankfurt/Main

In Kooperation mit dem Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main e.V. und dem Verein Leben und Arbeiten im Gallus und Griesheim e.V. (LAGG)

www.gegen-vergessen.de/ns-euthanasie

Lesung – Sie haben ihr Leben riskiert, um zu helfen…

Datum: 17. April 2018

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Ort: Theater im TITANIA, Basaltstr. 23, Frankfurt

Gedenkveranstaltung »Todesmarsch der KZ Katzbach Häftlinge«

Datum: 24. März 2018

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: Gallus Theater, Kleyerstr. 15, 60326 Frankfurt

In Frankfurt gab es in den letzten Kriegsmonaten ein KZ-Außenlager. Dieses Lager hatte die höchste Todesrate aller Fabrikkommandos des koordinierenden KZ Natzweiler. 1600 Häftlinge wurden in das KZ eingeliefert, 528 starben vor Ort und wurden in einem Massengrab auf dem Hauptfriedhof verscharrt, 245 todkranke Häftlinge wurden wegen Arbeitsunfähigkeit abgeschoben, etwa 530 Todkranke und Marschunfähige wurden mit dem Zug nach Bergen Belsen evakuiert.

Am 24. März 1945 erfolgte die endgültige Räumung des KZ-Außenlagers, das den Decknamen ‚Katzbach‘ erhielt. Etwa 350 Häftlinge wurden, eskortiert von der SS, am Main entlang Richtung Hanau, Gelnhausen, Fulda bis nach Hünfeld getrieben. Für die ausgezehrten Häftlinge war es ein Todesmarsch, denn nur 280 erreichten das Ziel KZ Buchenwald, wo sie weiteres Leiden erwartete. Nur 60 der 1600 Häftlinge der Adlerwerke erlebten das Kriegsende.

Wie schon seit vielen Jahren gibt es auch diesmal wieder eine Gedenkveranstaltung im Gallus Theater. Nach der Begrüßung durch Winfried Becker, Leiter des Gallus Theaters und Horst Koch-Panzner, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken, gibt es Grußworte von Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und dem Vizekonsul der Republik Polen Andrzej Dudzinski. Es folgt eine Ansprache von Dr. Monika Hölscher, Landeszentrale für Poltische Bildung. Für das musikalische Begleitprogramm sorgt Emil Mangelsdorff. Schüler des Goethe-Gymnasiums stellen ihre Videos über das KZ-Katzbach vor.

http://www.gallustheater.de/2018/03/katztfv.php

Theater Adler.Werke.Katzbach

Startdatum: 22. März 2018

Enddatum: 25. April 2018

Aufführungen:

Donnerstag, 22.3.18
Freitag,    23.3.18
Mittwoch,   25.4.18

Aufführung jeweils 20:00 Uhr

Einführungsvortrag jeweils um 19:00 Uhr

Das Konzentrations-Außenlager in den Adlerwerken mit dem Decknamen ‚Katzbach‘ bestand von August 1944 bis März 1945. Es war eines der zahllosen Außenlager, mit denen das NS-Regime dem Mangel an Arbeitskräften am Ende des Kriegs zu begegnen suchte. Und es war eines der mörderischsten. Seine Existenz wurde lange verschwiegen. Das Theaterprojekt wird sich in vielfältigen Formen dem historischen Vorgang annähern: von dokumentarischem Theater und Oratorium bis zu lyrischen Fragmenten; musikalisch von Variationen für Akkordeon bis zur Rauminstallation aus Geräuschen, Tönen und Licht.

Vor den Aufführungen am 22. u. 23. März gibt es jeweils um 19.00 Uhr für Interessierte eine Einführung in das Thema mit Herbert Bauch vom Förderverein zur Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken. Am 25. April führt Prof. Dr. D. Nittel in das Thema „Erziehung nach Auschwitz“ ein.

Die Inszenierung steht in der Tradition eines nun Jahrzehnte dauernden Prozesses der Bearbeitung dieses lange unterdrückten und vergessenen Moments der Frankfurter Stadtgeschichte. Zahlreiche Initiativen und Personen haben ihn bewegt, gestützt auf die grundlegenden wissenschaftlichen Forschungen der Historiker Ernst Kaiser und Michael Knorn. Das Gallus Theater war für diesen Prozess immer ein Fixpunkt

Text/Regie/Bühne: Ulrich Meckler
Besetzung: Edgar M. Böhlke, Iris Reinhardt Hassenzahl, Nicole Horny, Ilja Kamphuis, Brigitta Schirdewahn
Musik: Oliver Augst (Klangraumgestaltung), Gerhard Müller-Hornbach (Variationen für Akkordeon), Beate Jatzkowski (Akkordeon)
Bühne: Thomas Gundermann
Foto: Ulrich Meckler; Manfred Roessmann

http://www.gallustheater.de/2018/02/adlerwk.php

http://www.theaterprozess.de/

Die betriebsärztliche Versorgung in den Adlerwerken und weiteren Frankfurter Unternehmen während des Nationalsozialismus

Datum: 13. November 2017

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Gallus Theater, Kleyerstraße 15

Vortrag von Prof. i.R. Dr. Gine Elsner (Frankfurt/M.)

Die Referentin erläutert die Ausrichtung der Arbeitsmedizin während des Nationalsozialismus, dessen System von staatlichen Gewerbe- und Betriebsärzten zwischen 1933 und 1945 sukzessive ausgebaut wurde. Es diente der Leistungssteigerung der Beschäftigten – insbesondere unter den Vorzeichen der Kriegswirtschaft. Betriebsärzte waren auch zuständig für Zwangs- arbeiter und für KZ-Häftlinge in den Unternehmen. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen steht die Behandlung der Zwangsver- schleppten durch die in Frankfurter Fabriken tätigen Betriebsärzte. Wurden sie als leidende Menschen gesehen oder als „Untermenschen“? Folgten die Mediziner ihrem ärztlichen Ethos oder einer rassistischen Weltanschauung?

Gine Elsner war bis 2009 Direktorin des Instituts für Arbeitsmedizin im Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Veranstalter:

  • Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerkenund zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main e.V.
  • Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
  • Leben und Arbeiten im Gallus und Griesheim e.V. (LAGG)
  • Gallus Theater

Flyer zum Download (PDF)