Gedenkstunde auf dem Hauptfriedhof Frankfurt

Wir laden alle Menschen herzlich ein, gemeinsam mit uns den 1616 Menschen, die im KZ-Außenlager „Katzbach“ in den Adlerwerken gefangen gehalten, gequält und ermordet worden sind, zu gedenken.
Das KZ-Außenlager „Katzbach“, ein Außenlager des KZ-Komplexes Natzweiler-Struthof, befand sich in Frankfurt und war an die Adlerwerke angebunden, wo mindestens 1.616 Häftlinge unter brutalsten Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Ein Drittel der Häftlinge starb bereits in Frankfurt; viele weitere kamen auf den anschließenden Todesmärschen und Deportationen ums Leben.
- März 2026, 15:00 Uhr
Frankfurter Hauptfriedhof, Gewann E, Nr. 157
Die letzten Zeugen: Musikalische Lesung
Christoph Pütthoff (Schauspiel Frankfurt) und Susanne Kohnen (Oboe/Saxophon) vertonen die Erinnerungen und Berichte von Gefangenen des KZ „Katzbach“ eindrucksvoll in den Räumen des Gallus Theaters. Das Theater befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Adlerwerke.
Christoph Pütthoff ist festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. Aktuell ist er am Schauspiel in einer Bühnenfassung der Buddenbrooks von Johanna Wehner und dem Stück Die Affäre auf der Straße nach Monaco von Nele Stuhler und Jan Koslowski zu sehen.
Susanne Kohnen ist Oboistin und Saxophonistin. Sie ist Spezialistin für historische Oboe und begleitet, untermalt und gestaltet improvisierend die Lesung.
- März 2026, 19:00 Uhr
Gallus Theater, Kleyerstraße 15, Frankfurt
Tag der offenen Tür im Geschichtsort Adlerwerke
Am Tag der offenen Tür bietet der Geschichtsort Adlerwerke Führungen durch die Dauerausstellung, über das Gelände der ehemaligen Adlerwerke und durch den umgebenden Stadtteil an.
- März 2026, 12-18 Uhr | Geschichtsort Adlerwerke
Mit Führungen zu unterschiedlichen Schwerpunkten:
12:00 Uhr Die Geschichte des KZ „Katzbach“
13:30 Uhr Das KZ und seine Nachbarschaft- hier führt ein Mitglied des Fördervereins
15:00 Uhr Lebensgeschichten der Inhaftierten
16:30 Uhr Die Geschichte des KZ „Katzbach“ (bilinguale Führung, Deutsch/Polnisch)
Vergangene Veranstaltungen
„Die Nazis waren ja nicht einfach weg“
Führung und Erzählcafe
Im Museum für Kommunikation in Frankfurt a.M. wird aktuell die Ausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ gezeigt. Im Rahmenprogramm der Ausstellung findet am 25. Februar 2025 um 17 Uhr eine Ausstellungsführung mit anschließendem Erzählcafé statt. Hier geben Frankfurter Initiativen Einblicke in ihre Arbeit für eine lebendige Erinnerungskultur. Sie berichten von ihren Erfahrungen, Herausforderungen, Widerständen und Erfolgen im Einsatz für Aufklärung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit dabei ist u.a. auch unser Verein und der Geschichtsort Adlerwerke / Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager.
Wann: 25. Februar 2026, 17 – 19 Uhr.
Wo: Museum für Kommunikation Frankfurt am Main, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main
Anmeldung unter: https://eveeno.com/erzaehlcafe-erinnerungsarbeit
Die Adlerwerke im Nationalsozialismus
Rundgang und anschließender Besuch des Geschichtsort Adlerwerke
Die Adlerwerke waren ein Frankfurter Traditionsbetrieb, der in der NS-Zeit eine unrühmliche Rolle spielte. Neben der Beschäftigung von Zwangsarbeitenden gab es ab August 1942 ein KZ-Außenlager auf dem Werksgelände. Über 1600 Häftlinge mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen schuften, nur wenige überlebten. Der Rundgang spürt den noch vorhandenen Zeugnissen auf dem ehemaligen Werksgelände und im Stadtteil nach und endet mit einem Besuch des Geschichtsortes Adlerwerke. Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager.
Termine:
So., 10.08., 14.00-15.30 Uhr
Mi., 13.08., 17.30-19.00 Uhr
So., 17.08., 14.00-15.30 Uhr
Kostenfrei, genauer Treffpunkt wird nach Anmeldung rechtzeitig bekannt gegeben.
Anmeldung: anmeldung@kz-katzbach-adlerwerke.de
Veranstalter:
Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main e.V.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Route der Industriekultur
„Euthanasie“ und die Adlerwerke im Nationalsozialismus
Im Jahr 2025 jährt sich zum 80. Mal das Ende des zweiten Weltkriegs, sowie die Auflösung des KZ-Außenlagers „Katzbach“ in den Adlerwerken und die Ermordung von Menschen, in den „Euthanasie“-Anstalten, die wegen ihrer körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen als nicht „lebenswert“ von der NS-Ideologie angesehen wurden.
Die Adlerwerke beuteten die Arbeitskraft ihrer KZ-Insassen bis zur tödlichen Erschöpfung aus oder ermordeten sie direkt. Auch schickten sie einige Zwangsarbeiter über Zwischenstationen in die „Euthanasie“-Anstalt Hadamar, und damit ebenfalls in den sicheren Tod.Die VVN-BdA widmet sich in ihrem Erzählcafé dieser Thematik. Herbert Bauch, Gründungsmitglied des Fördervereins für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main, wird berichten
Wann: 15.05.2025, 19:00 Uhr
Wo: Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstr. 5.
Vor 80 Jahren, am 24. März 1945, wurde das KZ „Katzbach“ in den Adlerwerken aufgelöst. Die verbliebenden Häftlinge wurden auf einen Todesmarsch von Frankfurt nach Hünfeld getrieben. Der Geschichtsort Adlerwerke, unterstützt von Kooperationspartnern, erinnert im März mit einer Reihe von Veranstaltungen an diese Ereignisse.
Alle Informationen unter https://geschichtsort-adlerwerke.de/80-jahre-todesmarsch/
