Am 24. März 1945 wurde das Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof, das sich auf dem Werksgelände der Adlerwerke befand, aufgelöst. Es trug den Decknamen „Katzbach“, die Sterblichkeit übertraf die aller hessischen KZ-Außenlager um ein Vielfaches.
70 Jahre später im Oktober 2015 erfolgte die Gründung eines „Fördervereins für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte ‚KZ-Katzbach‘ in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main. Der Förderverein hatte maßgeblichen Anteil daran, dass nach Jahrzehnten erfolgloser Bemühungen für ein würdiges Erinnern und Gedenken am 25. März 2022 der „Geschichtsort Adlerwerke. Fabrik – Zwangsarbeit – Konzentrationslager“ im Stadtteil Gallus eröffnet werden konnte.
Nachdem der Geschichtsort sich erfolgreich etablierte, war es jetzt an der Zeit, dass der Förderverein seinen Namen ändert, in
„Förderverein der Gedenk- und Bildungsstätte Geschichtsort Adlerwerke e.V.“
Er wird auch weiterhin die pädogische und erinnerungskulturelle Arbeit des Geschichtsortes unterstützen, der vom 17. Juli bis zum 16. August die Wanderausstellung „trotzdem da!”zeigen wird.
Ab 21. August ist die Ausstellung ‚Wir wollten frei sein und uns diese Freiheit selbst verdanken‘. Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost“ zu sehen. Die Pfadfinder leisteten während des Aufstands wichtige Botendienste, nicht wenige von ihnen wurden nach der Niederschlagung des Aufstands ins KZ der Adlerwerke verschleppt.
Anfang September beteiligt sich der Förderverein an den Tagen der Industriekultur mit Führungen über das ehemalige Fabrikgelände und informiert über die Funktion der Adlerwerke im Nationalsozialismus.
