Theater

Adler.Werke.Katzbach

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufführungen:

Donnerstag, 22.3.18
Freitag,    23.3.18
Mittwoch,   25.4.18

Aufführung jeweils 20:00 Uhr

Einführungsvortrag jeweils um 19:00 Uhr

Das Konzentrations-Außenlager in den Adlerwerken mit dem Decknamen ‚Katzbach‘ bestand von August 1944 bis März 1945. Es war eines der zahllosen Außenlager, mit denen das NS-Regime dem Mangel an Arbeitskräften am Ende des Kriegs zu begegnen suchte. Und es war eines der mörderischsten. Seine Existenz wurde lange verschwiegen. Das Theaterprojekt wird sich in vielfältigen Formen dem historischen Vorgang annähern: von dokumentarischem Theater und Oratorium bis zu lyrischen Fragmenten; musikalisch von Variationen für Akkordeon bis zur Rauminstallation aus Geräuschen, Tönen und Licht.

Vor den Aufführungen am 22. u. 23. März gibt es jeweils um 19.00 Uhr für Interessierte eine Einführung in das Thema mit Herbert Bauch vom Förderverein zur Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken. Am 25. April führt Prof. Dr. D. Nittel in das Thema „Erziehung nach Auschwitz“ ein.

Die Inszenierung steht in der Tradition eines nun Jahrzehnte dauernden Prozesses der Bearbeitung dieses lange unterdrückten und vergessenen Moments der Frankfurter Stadtgeschichte. Zahlreiche Initiativen und Personen haben ihn bewegt, gestützt auf die grundlegenden wissenschaftlichen Forschungen der Historiker Ernst Kaiser und Michael Knorn. Das Gallus Theater war für diesen Prozess immer ein Fixpunkt

Text/Regie/Bühne: Ulrich Meckler
Besetzung: Edgar M. Böhlke, Iris Reinhardt Hassenzahl, Nicole Horny, Ilja Kamphuis, Brigitta Schirdewahn
Musik: Oliver Augst (Klangraumgestaltung), Gerhard Müller-Hornbach (Variationen für Akkordeon), Beate Jatzkowski (Akkordeon)
Bühne: Thomas Gundermann
Foto: Ulrich Meckler; Manfred Roessmann

Karten: 18,00 Euro / Erm. 12,00 Euro / Schüler 8,00 Euro

http://www.gallustheater.de/2018/02/adlerwk.php

http://www.theaterprozess.de/

 

 

Gedenkveranstaltung

»Todesmarsch der KZ Katzbach Häftlinge«

Samstag, 24.3.18 – 18:00

Gallus Theater, Kleyerstr. 15, 60326 Frankfurt

In Frankfurt gab es in den letzten Kriegsmonaten ein KZ-Außenlager. Dieses Lager hatte die höchste Todesrate aller Fabrikkommandos des koordinierenden KZ Natzweiler. 1600 Häftlinge wurden in das KZ eingeliefert, 528 starben vor Ort und wurden in einem Massengrab auf dem Hauptfriedhof verscharrt, 245 todkranke Häftlinge wurden wegen Arbeitsunfähigkeit abgeschoben, etwa 530 Todkranke und Marschunfähige wurden mit dem Zug nach Bergen Belsen evakuiert.

Am 24. März 1945 erfolgte die endgültige Räumung des KZ-Außenlagers, das den Decknamen ‚Katzbach‘ erhielt. Etwa 350 Häftlinge wurden, eskortiert von der SS, am Main entlang Richtung Hanau, Gelnhausen, Fulda bis nach Hünfeld getrieben. Für die ausgezehrten Häftlinge war es ein Todesmarsch, denn nur 280 erreichten das Ziel KZ Buchenwald, wo sie weiteres Leiden erwartete. Nur 60 der 1600 Häftlinge der Adlerwerke erlebten das Kriegsende.

Wie schon seit vielen Jahren gibt es auch diesmal wieder eine Gedenkveranstaltung im Gallus Theater. Nach der Begrüßung durch Winfried Becker, Leiter des Gallus Theaters und Horst Koch-Panzner, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken, gibt es Grußworte von Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und dem Vizekonsul der Republik Polen Andrzej Dudzinski. Es folgt eine Ansprache von Dr. Monika Hölscher, Landeszentrale für Poltische Bildung. Für das musikalische Begleitprogramm sorgt Emil Mangelsdorff. Schüler des Goethe-Gymnasiums stellen ihre Videos über das KZ-Katzbach vor.

http://www.gallustheater.de/2018/03/katztfv.php

 

Lesung

Sie haben ihr Leben riskiert, um zu helfen…

Dienstag, 17.4.18 – 20:00 Uhr

Theater im TITANIA, Basaltstr. 23, Frankfurt

 

Vortrag

Alexej Sopow – Von den Adlerwerken nach Hadamar

Montag, 7.5.18 – 19:00 Uhr

Gallus Theater, Kleyerstraße 15

Vortrag von Andreas Dickerboom (Förderverein KZ-»Katzbach«/Adlerwerke) und Christoph Schneider

Anhand der Geschichte von Alexej Sopow wird der Zusammenhang zwischen dem Zwangsarbeitssystem in Industriebetrieben der Region und der NS-»Euthanasie« thematisiert. Hunderte von kranken polnischen und sowjetischen Zwangsarbeitern wurden – wie Sopow – 1944/45 in Hadamar ermordet. Nur bei wenigen ist bekannt, wo sie zuvor eingesetzt waren. In diesem Fall waren es die Adlerwerke im Frankfurter Stadtteil Gallus.

Veranstalter: Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V./ Arbeitskreis Zwangssterilisation und „Euthanasie“ Frankfurt/Main

In Kooperation mit dem Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main e.V. und dem Verein Leben und Arbeiten im Gallus und Griesheim e.V. (LAGG)

www.gegen-vergessen.de/ns-euthanasie